ÜBER UNS



Der Beginn des Global March gegen Kinderarbeit 1998......................

Am 17. Januar 1998 eröffnete lautstarker Protest Hunderter engagierter junger Menschen in Manila den weltweiten Kampf gegen Kinderarbeit. Millionen Menschen schlossen sich dem 80.000 km langen Global March auf kurzen oder langen Strecken durch Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und Europa an. Gemeinsam riefen sie Parolen, appellierten auf Transparenten und sammelten Unterschriften, um deutlich zu machen, dass sie Kinderarbeit nicht länger hinnehmen würden.

Die weltweiten Demonstrationen und Aktionen 1998 sollten Druck auf die Mitglieder der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ausüben, welche in Genf über ein neues Abkommen zur sofortigen Abschaffung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit berieten. Ein Jahr später wurden die Beschlüsse von 144 Ländern, darunter auch Deutschland, am 12. Juni 1999 als ILO-Konvention 182 einstimmig angenommen.

Die ILO-Konvention 182 fordert die Vertragsstaaten auf, schwere Formen von Missbrauch und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren unverzüglich zu unterbinden. Darunter versteht das Abkommen:

  • Kindersklaverei

  • Kinderprostitution und Kinderpornographie

  • Der Einsatz von Kindern im Handel mit Drogen oder anderen Verbrechen

  • Zwangsrekrutierung als Kindersoldaten in bewaffneten Konflikten

  • Arbeit, die für die Gesundheit, Sicherheit und Werte von Kindern schädlich ist

Global March nach der Annahme der ILO-Konvention 182.................

Seither betreiben Global March Partner und Koordinatoren weltweit kontinuierlich Lobbyarbeit für die Ratifizierung und Umsetzung der ILO-Konvention 182, die ILO-Abkommens 138 (1973) über das Mindestalter zur Beschäftigung sowie für die UN-Kinderrechtskonvention (1989) und deren zwei Zusatzprotokolle: (1) Das Fakultativprotokoll betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten und (2) Das Zusatzprotokoll betreffend den Kinderhandel, die Kinderprostitution und Kinderpornographie. Diese internationalen Abkommen bilden gemeinsam mit den Zielen für Bildung für Alle den Aktionsrahmen von Global March.

Es herrscht breiter Konsens, dass die Versklavung, Zwangsprostitution und Zwangsrekrutierung von Kindern und Jugendlichen inakzeptabel und sofort zu beseitigen sind. Langfristiges Ziel muss jedoch die vollständige Abschaffung der Kinderarbeit sein. Würde auf die Durchsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Verbindung mit den Abkommen 138 und 182 wirklich zielstrebig hingearbeitet, wären die Rechte des Kindes auf Bildung, Gesundheit, elterliche Fürsorge sowie Schutz vor Ausbeutung und Missbrauch gesichert.

Ziele von Global March gegen Kinderarbeit............................................

  • Wir fordern die weltweite Ratifizierung der ILO-Konvention 182 gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit sowie der Konvention 138 über das Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung.

  • Wir fordern die sofortige Abschaffung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit und langfristig die Abschaffung aller Kinderarbeit, die eine qualifizierende Schulbildung verhindern.

  • Wir rufen alle Regierungen auf, die beiden Konventionen sowie die UN-Kinderrechtskonvention und die Zusatzprotokolle gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten und Kinderpornographie sowie nationale und internationale Gesetze, die Kinder vor Ausbeutung schützen sollen, vollständig umzusetzen.

  • Wir fordern alle Regierungen auf, eine allgemeine kostenfreie Schulpflicht einzuführen, die allen Kindern eine gute Schulbildung mindestens bis zum 14. Lebensjahr garantiert.

  • Wir unterstreichen besonders die Notwendigkeit einer solchen Schulbildung für Mädchen und appellieren dringend, alle Mädchen aus der Kinderarbeit zu befreien.

  • Wir bestehen auf eine ausreichende Erhöhung des Anteils der internationalen Entwicklungshilfe zur Erreichung dieser und der internationalen Bildungsziele.

  • Wir setzen uns für internationale und nationale Überwachungssysteme zur Verhinderung der Ausbeutung von Kindern ein.

Kinderarbeit weltweit abschaffen ist möglich!........................................

  • Ablehnung des Kaufs von Produkten aus Kinderarbeit!
  • Motivierung von Freunden und Angehörigen, gezielt Organisationen, die sich gegen Kinderarbeit und für eine weltweite Durchsetzung von Schulpflicht einsetzen, zu unterstützen.
  • Aufforderung an unsere Regierung, das Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und die EU, den Anteil der Entwicklungshilfe für Bildung zu erhöhen und Kinder vor Ausbeutung zu schützen.

  • Appelle an Industrie und Handel, z.B. die Sportindustrie, auf Kinderarbeit zu verzichten und faire Löhne für die Erwachsenen zu zahlen!

Fair gehandelte Produkte: Links................................................................

Infos über die Sportartikelindustrie

Infos zu fair gehandelten Produkten

Seiten für Kinder über Kinderarbeit und fairen Handel


Weltkinderkongress gegen Kinderarbeit, 2004......................................

Vom 10.-13. Mai 2004 trafen sich Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Regionen der Welt in Florenz, um sich über ihre Erfahrungen als Kinderarbeiter auszutauschen. Der 1. Weltkinderkongress gegen Kinderarbeit war nach dem Global March gegen Kinderarbeit 1998 das größte Ereignis des gleichnamigen internationalen Bündnisses gegen Kinderarbeit. In Florenz machten über 100 Kinder und Jugendliche die Welt gemeinsam auf das fortwährende Schicksal von Millionen ausgebeuteter und von der Schule ausgeschlossener Kinder aufmerksam und verabschiedeten eine eigene Deklaration .
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Bildinfo
www.globalmarch.de